Indiana Jones Reboot: Disney möchte Chris Pratt als Indy

Disney möchte Indiana Jones mit Chris Pratt neu verfilmen

Die News verbreitete sich gestern Abend wie ein Lauffeuer: Disney möchte nach „Star Wars“ auch das zweite erfolgreiche Franchise von Lucasfilm „Indiana Jones“ neuauflegen. Erst vor wenigen Monaten machte ein Gerücht die Runde, dass Bradley Cooper („Hangover“, „Silver Linings“) möglicherweise die Hauptrolle des Indiana Jones übernehmen könnte. Nach dem großen Erfolg von „Guardians of the Galaxy“ scheint aber Disney nun jemand ganz anderen im Visier zu haben: Chris Pratt soll nach Disneys Wunsch aktuell – wenn man dem Bericht von Deadline Glauben schenken mag – in die Rolle des Archäologen Dr. Jones schlüpfen. Ein Reboot mit Pratt? Oh yes!

Ich lehne eigentlich von Natur aus Reboots eher ab, weil sie oftmals für die Verzweiflung eines Studios stehen, den nächsten Blockbuster-Film eines ehemals erfolgreichen und bei Fans beliebten Franchises produzieren zu müssen, um einen sicheren Erfolgsgarant für die nächsten Jahre zu schaffen. Oftmals gehen hier die Studiobosse über Leichen, neue Wege werden krampfhaft geschaffen, während man das Erfolgsrezept und die Seele des Originalfilms völlig ignoriert. Bestes Beispiel für einen misslungenen Reboot: „The Amazing Spider-Man“. Nur in den seltenen Fällen kann ein Neuanfang durchaus erfolgreich sein. J. J. Abrams „Star Trek“-Filme fand ich beispielsweise grandios – und wer weiß, vielleicht könnte Marvels „Fantastic Four“ dank eines Reboots endlich auf der Leinwand zu gefallen wissen.

Aber selbst als absoluter „Die Hard Indiana Jones Fan“ seit über 20 Jahren sage ich im Fall einer neuen „Indiana Jones“-Filmreihe mit Chris Pratt: Ja, ja – und nochmals: Ja! Warum? Auch wenn ich die alte Trilogie über alles liebe, kann man heute nicht nahtlos daran anknüpfen. Harrison Ford ist für die Rolle bereits zu alt – das könnte man bereits im blassen „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ sehen. Und Shia LaBoeuf, der als Indys Sohn auf Schatzjagd geht, möchte nach dem misslungenen und nervigem Auftritt wahrlich keiner mehr sehen. Somit wurde die alte Reihe mit dem vierten Teil quasi besiegelt – wenn auch nicht im schönsten Sinne. Gleichzeitig ist das „Indiana Jones“-Franchise langlebig und immernoch äußerst beliebt. In zahlreichen Themenparks von Disney stehen noch heute Attraktionen rund um die Abenteuersaga, die auch 2015 Besuchermassen anziehen. Seit 2013 besitzt Disney auch die Distributionsrechte von Paramount Pictures. Diese Ausgangssituation kann einfach nur in einem Reboot enden.

Wichtig für einen Neustart ist – natürlich neben des Regisseurs und des Drehbuchs – auch die Besetzung des Hauptcharakter – und das ist bei „Indiana Jones“ ein extrem hohes Gut, da mit ihm der Film steht und fällt. Indiana Jones ist tough, ein bisschen auch Macho, jedoch besitzt er auch eine große Portion Charisma. Chris Pratt hat in „Guardians of the Galaxy“ eindrucksvoll bewiesen, dass er all das Zeug dazu hat, in Harrison Fords Fußstapfen zu treten. Männer wollen so sein wie Star-Lord, Frauen himmeln ihn wegen seiner lässigen Art an. Und mal ehrlich: Wer hat bei der Eröffnungsszene, in der Peter „Star-Lord“ Quill den Orb stehlen möchte, nicht ganz kurz an Indiana Jones denken müssen? Seine Rolle war bereits hier eine wilde Mischung aus Han Solo und Indy – Frauen- und Abenteuerheld, immer mit einem lockeren Spruch auf den Lippen. Pratt als Dr. Jones = passt einfach. Ich hoffe daher sehr, dass das nicht nur ein Wunschdenken eines x-beliebigen Nerds ist, sondern sich auch ein Funken Wahrheit in dieser Meldung versteckt. Bis dahin hoffe ich sehr, dass das äußerst positive Echo im Social Web die Produktionsbosse bei Disney bekräftigt, den Reboot-Schritt zu wagen und Pratt als Archäologe auf Schatzsuche gehen zu lassen.

8 Gedanken zu „Indiana Jones Reboot: Disney möchte Chris Pratt als Indy

  1. Ich bin strikt dagegen. Nicht mal wegen Pratt, der mir einfach nur völlig egal ist (außer Parks & Recreation kenn ich mit dem eh nix), sondern einfach der Rebootgedanke, geht mir schon wieder auf den Sack. Brauch ich nicht, will ich nicht, wird sowieso nix gescheites bei rumkommen.
    Man hätte lieber noch einen abschließenden Film mit Ford machen sollen, der nicht so unfassbar scheiße ist, wie Teil 4, um die Reputation der Reihe wieder etwas gerade zu biegen.

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    1. @filmschrott: Kann ich teilweise nachvollziehen. Mir geht es zum Beispiel mit „Zurück in die Zukunft“ so. Das ist für mich eine Filmreihe, die für mich einfach nicht angetastet werden kann / darf. Ich denke aber schon, dass man sich auf ein Reboot durchaus freuen kann, wenn man mal alle Reboot-Klischees beiseite legt. Der 4. Indy-Teil ist nun mal fertig, und so wie er ist. Daran ist nichts zu rütteln. Ein „Was wäre gewesen, wenn“-Gedanke ist zwar schön, aber in diesem Falle einfach nicht realistisch. Ich will weitere Indy-Teile sehen, Harrison Ford ist zu alt. Daher: Reboot. Legitim, vor allem, wenn man mit Pratt einen so schönen Nachfolger haben könnte.

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      1. Ich bin da imer grundskeptisch. Ein Reboot heißt dann auch gleich wieder 42 neue Teile und irgendwann reicht es auch einfach mal. Ich bin großer Indy-Fan und traue Pratt das auch zu gut zu machen. Ich hab aber trotzdem irgendwie keinBock drauf zu sehen, wie man jetzt die nächste große Filmreihe so lange den Leuten um die Ohren haut, bis auch der letzte kotzt. Denn so läuft es heutzutage einfach.

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      2. Erst mal abwarten, wie „Star Wars“ sich schlagen wird. Ich glaube, dass wird auch intern bei Disney interessant sein, weil sich da zeigen wird, wie man dann weiter mit der Indiana Jones-Reihe verfährt. Und wenn es nicht 42 neue Teile sind – drei Teile reichen ja dann auch 🙂

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  2. Für mich ist die Reihe mit Teil 3 zu Ende. Finde auch, dass man nicht alles krampfhaft wiederbeleben muss. Den Studios scheint langsam auch gar nichts mehr einzufallen – Superhelden kann doch keiner mehr sehen. Austauschbare Figuren, bei denen eine Fähigkeit anders ist, und eine austauschbare Handlung, die neuen CGI-Animation aufgehübscht wird. Meinst du nicht, dass Chris Pratt, dem so du recht ergeben zu sein scheinst, nicht auch in eigenständigen Filmen brillieren würde? 😉

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