Disney Theatricals: Kommt bald doch „The Nightmare before Christmas – The Musical“ & Co.?

Schon seit ettlichen Jahren spekulieren amerikanische Musiktheaterfans auf eine mögliche Bühnenadaption von Tim Burtons und Henry Selicks Stop-Motion-Meisterwerk „The Nightmare Before Christmas“ – eignen sich der Stoff und Elfmans wundervoller Score schließlich verdammt gut für eine Stageversion im schaurig-schönen Gothicstil.  So ist es nicht verwunderlich, dass in diversen internationalen Entertainment- und Musical-Boards als Antwort auf die Frage „Welches Musical sollte es demnächst auf der Bühne geben?“ immer wieder „The Nightmare Before Christmas“ genannt wird.  Seitenlange Diskussionen sind darauf jeweils immer zu erwarten, immer mit den selben Inhalten: Wann kommt es? Warum ist es  bis jetzt noch nicht von Disney auf die Bühne gebracht worden? Wird es überhaupt kommen?

Nun, wie Stitch Kingdom heute berichtet hat, könnte diese wundervolle, wenn auch teilweise etwas fan-ige Wunschvorstellug vielleicht demnächst wirklich fabelhafte Wirklichkeit werden: Disney Theatricals hat jedenfalls mal unter den Internetdomains kräftig zugegriffen und zahlreiche Adressen für mögliche, kommende Shows reserviert, darunter auch

NightmareOnBroadway.com
NightmareOnTour.com
NightmareTheMusical.com

Das spricht doch schon ziemlich dafür, dass Disney Theatricals sicherlich Tim Burtons Kultfilm nicht außer Acht gelassen hat in puncto „Neue Stücke“. Fragen bleiben immer noch: Wann wird es kommen? Wie weit ist der aktuelle Prozessstand? Wir werden es vielleicht demnächst erfahren. Bereits nach einigen Domain-Registrationsprozessen hat kurze Zeit später Disney meistens die Katze aus dem Sack gelassen – wollen wir mal hoffen, dass Disney es dieses Mal mit „Sandy Claws“ gleichtut.

Aber nicht nur Jack & Co. könnten gute Chancen auf eine kommende Bühnenadaption haben, sondern auch Disneys Animationshit „Aladdin“, der sicherlich ebenfalls ganz weit oben auf den „Disney, macht bitte eine Liveshow draus“-Listen der eingefleischten Fans steht. Ich persönlich kann mir „Aladdin“ wahnsinnig gut als Stage Show vorstellen – Live erprobt ist man ja schon mit der Freizeitparkausgabe des Films in Disneyland Resort Anaheim.
Wirklich unglaublich, aber auch wieder nicht unbedingt weit hergeholt, ist die Idee von „Pirates of the Caribbean“ – Wenn ein Spider-Man U2-Songs singen kann, dann kann das Cpt. Jack Sparrow schon lange.

Weitere, mögliche Disney-Bühnenadaptionen könnten laut Domainliste wirklich Realität werden:

Alice in Wonderland (Ein Traum, „All in the Golden Afternoon“ live zu hören!)
Calendar Girls (Huh? Ist meines Wissens schon in London zu sehen/zu sehen gewesen?)
Citizen Ruth (Film nicht gesehen, daher auch keine Beurteilung)
Coyote Ugly („Can’t fight the Moonlight“… sicherlich nette, belanglose Bühnenunterhaltung)
Father of the Bride (Wehe, Fronk darf keine große Nummer singen!)
Flamingo Kid (Kenne ich leider nicht)
Freaky Friday (Mutter-Tochter-Musical… mhhhh…)
Hunchback of Notre Dame (Ein neuer US-Re-Boot wäre klasse und ist seit letztem Jahr auch schon oft in der Gerüchteküche gesichtet worden)
Jungle Book (Ich geb’s zu – ich bin kein Jungle Book-Fan. Daher auch nur mäßige Begeisterung)
Pollyanna (Frage: Welche Version? Stelle mir die Neufassung mit der schwarzen Pollyanna sehr reizvoll vor)
Romy and Michele’s High School Reunion (Hahaha, blonde Bühnenhysterie pur)
Shakespeare in Love (Finde ich ungeeignet – aber nun gut)
Step Up (Klasse: Mit den HipHop-Elementen wäre es sicherlich eine tolle Alternative zu In The Heights und schließlich wurde ja auch Flashdance als Musical auf die Bühne gebracht)
Toy Story (Gibt es schon als Kreuzfahr-Musicalversion – wie wirkt die Show auf der großen Bühne?)
Yellow Submarine (Ein Beatles-Musical… ja, hat noch gefehlt… es gab ja schon gefühlte 1000 Compilationshows…)

Vor lauter Euphorie sollte man allerdings bezüglich der Umsetzung etwas distanzierter sein: Disney Theatricals stand in der Vergangenheit nicht für Top-Umsetzungen. Trotz Hit in Hamburg floppte „Tarzan“ damals am Broadway, „Mary Poppins“ ist ebenfalls nicht jedermanns Sache bezüglich der recht düsteren Adaption und „The Little Mermaid“ war für mich persönlich sowohl optisch als auch inhaltlich irgendetwas zwischen „Das lief nicht so gut“ und „Was für ein Desaster!“. Wer lässt Flounder im gelben XL-Shirt über die Bühne skaten und schreibt am Besten noch das komplette Ende um, damit die Show familientauglicher wird!?

Eine Adaption ist jeweils immer stark abhängig vom ausgesuchten Creative Team und welche Ideen und Ansätze diese haben, um den jeweiligen Stoff auf der Bühne zum Leben zu erwachen. Wenn diese in eine „falsche“ Richtung gehen und das nicht passt, kann man die Endfassung schon beinahe vergessen – traurig, aber wahr.
Man auf eine gute und stimmige Umsetzung der kommenden Disney-Bühnenshows in Zukunft hoffen – Dass Disney aber schon viele Ideen für kommende Shows hat, ist schon wirklich ein überaus positives Zeichen für die Zukunft der disney’schen Theaterwelt.

Via Slashfilm / Via Sir Donnerbolds Bagatellen

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