Bericht: Die „Disney on Ice“-Tournee „Fantastische Abenteuer“

Ob Musical oder der neue Disney Store in München: In Deutschland gibt es glücklicherweise gefühlt „immer mehr Disney“ zu erleben. Einen festen Platz im Deutschland Line-up haben auch die regelmäßigen Touren der Eisshow „Disney on Ice“, die in den kälteren Monaten auch in Deutschland in vielen verschiedenen Städten Halt machen. Der gestiegenen Beliebtheit der Marke Disney ist es zu verdanken, dass „Disney on Ice“ in den letzten Jahren auch wieder häufiger auf Tour durch Deutschland war – teilweise sogar mit zwei verschiedenen Showproduktionen. Zum Glück!

Meine Heimatstadt Stuttgart wurde in den letzten Jahren in Sachen „Disney on Ice“ immer ein wenig stiefmütterlich behandelt, daher hatte ich bislang noch nie die Gelegenheit eine Show zu erleben. Das sollte sich mit der aktuellen Tour „Fantastische Abenteuer“ nun endlich ändern. Zugegeben: Ich bin kein großer Eiskunstlauf-Fan. Ich habe früher in meiner Kindheit ab und zu ganz gerne Eiskunstlauf bei den Olympischen Spielen im Fernsehen gesehen. Aber das war es auch schon. „Holiday on Ice“ interessiert mich nicht, obwohl ich für Live-Entertainment gerne zu haben bin. In diesem Sinne war „Disney on Ice“ für mich in gewisser Weise ein kleines Fragezeichen. Aber schließlich handelt es sich um eine „Disney-Show“ – irgendwie wird’s doch sicherlich gut werden. Oder?

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Mit „Disney on Ice: Fantastische Abenteuer“ bringt dabei seine zwei Animationsstudios zusammen: Disney Animation und Pixar. „Toy Story 3“, „Cars“, „Arielle die Meerjungfrau“ und „Die Eiskönigin“ gehören bei dieser Tour zu den großen Themensegmenten. Natürlich steckt hier der Gedanke dahinter, dass man Disney in den Köpfen auch mit großen Pixar-Filmen verbinden möchte. Gleichzeitig sind die Franchises rund um „Toy Story“ und „Cars“ perfekt, um auch Jungen und die männliche Zielgruppe anzusprechen – jedenfalls mehr als es die klassischen Märchenstoffe tun, die vor allem das weibliche Publikum begeistern.

Mickey, Minnie, Donald und Goofy führen dabei als Gastgeber durch den abwechslungsreichen Abend – eröffnen die Show, moderieren die einzelnen Themenblöcke an und schließen natürlich auch den Abend ab. Und ich bin ehrlich: Ich liebe Mickey und Minnie in den Themenparks sehr und war beim ersten Auftritt daher alleine schon wegen dem Fakt, dass die „originalen“ Disney-Charaktere in meiner Heimatstadt vor mir stehen, schon ein wenig begeistert. Das ist wirklich Disney-Feeling pur.

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Den Anfang von „Fantastische Abenteuer“ macht „Toy Story 3“ – und beginnt damit gleich mit einem großen Highlight. Die Story rund um Cowboy Woody und Space Ranger Buzz Lightyear, die in der Sunnyside Kindertagesstätte landen, ist auf der Eisfläche überraschenderweise unglaublich kreativ umgesetzt worden: kombiniert mit vielen bekannten Hits wie „Walking on Sunshine“ von Katrina and the Waves oder „Leave Me Alone“ von Michael Jackson. Mein persönliches Highlight war allerdings die große Ankleideszene mit Ken und Barbie, die aufgrund der Songauswahl und der exzellenten Eischoreografie extrem gelungen war. Die Flugeffekte von Buzz Lightyear und den Spielzeugsoldaten haben dem „Toy Story“-Block noch das „Tüpfelchen auf dem i“ verpasst.

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Ausgerechnet der Disney-Klassiker „Arielle die Meerjungfrau“ hatte nach diesem kreativen Pixar-Feuerwerk fast ein wenig schwer. Natürlich begeistern die Story und die Musik jedes Mal auf’s Neue: Aber nach diesem kreativen Feuerwerk, das bei „Toy Story“ gezeigt wurde, blieb die Meerjungfrau zurück. Hier fehlten die herausragenden Effekte, auch wenn die Choreografien der Solisten äußerst schön und wirklich in Perfektion dargeboten sind. Schade, dass man sich hier auf eine Mischung der Synchrontexte von 1989 und 1998 entschieden hatte – allerdings mit dem wunderschönen Bonus, dass „Arielle“ in der Eisversion von der deutschen „Belle“ Jana Werner vertont wurde.

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Nach der Pause ging es direkt nach Radiator Springs. Das mit Abstand kürzeste Segment von „Fantastische Abenteuer“ ist „Cars“ – was aber sicherlich auch an den Umsetzungsmöglichkeiten liegt. Man nehme: Die Charaktere von „Cars“ als Wägen, eine Eisfläche, ein paar sehr schicke Pyro-Effekte – et voilà. Die Rahmenhandlung dazu ist allerdings sehr süß: Mickey und Minnie bleiben mit ihrem kleinen roten Flitzer auf der Eisfläche stehen, der Wagen ist kaputt. Wer kann beiden da weiterhelfen? Natürlich Hook, Lightning McQueen und seine Freunde aus Radiator Springs.

Das zweite große Highlight ist auch gleichzeitig der finale Block: Die Eiskönigin. Eis, Schnee, Frost: Ein winterliches Disney-Märchen als Show auf einer Eisfläche darzubieten, ist natürlich mehr als nur passend. Nur auf einen singenden Hape Kerkeling musste man verzichten – wie an so viele andere prominente Stimmen aus den jeweiligen Filmen, was vor allem an der Rechtssituation liegt. Aber keine Sorge: Alle neu aufgenommen Mono- und Dialoge wurden von professionellen Synchronsprechern wie z. B. Christoph Jablonka (aktuelle Stimme von Homer Simpson) eingesprochen und klingen äußerst gelungen.

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Und kann der gefühlt meist gespielteste Disney-Song seit 2013 auch bei „Disney on Ice“ überzeugen? Ja, er kann. „Lass jetzt los“ ist das absolute Highlight der Show – wundervolle Choreografie, eine exzellente „Elsa“-Tänzerin und tolle Licht- und Pyro-Effekte machen die Szene zu einem absoluten Gänsehautspektakel. Und das sage ich als jemand, der „Die Eiskönigin“ nicht ganz so sehr bejubelt wie manch andere da draußen – das mag etwas heißen. Generell hätte ich tatsächlich gerne auch in Deutschland eine komplette Show zu „Die Eiskönigin“ gesehen. Ob „Im Sommer“ oder „Liebe sie öffnet Türen“: Der Showblock war einfach so perfekt inszeniert, dass man sich wirklich „mehr“ wünscht. Kulisse, Kostüme, Choreografien, Schneeeffekte – tolle Umsetzung!

Mein Fazit? Ich bin unglaublich positiv von „Disney on Ice“ überrascht. Es ist die beste Möglichkeit, pures Disney-Feeling direkt vor seiner Haustür zu erleben. Die Kombination aus Disney, professionellen Eisläufern und einer meist sehr kreativen und äußerst unterhaltsamen Umsetzung machen „Disney on Ice – Fantastische Abenteuer“ zu einem Erlebnis, das man sich wirklich nicht entgehen lassen sollte. Natürlich sind einige Szenen vor allem auf die Kleinen abgestimmt – was aber nicht heißen soll, dass Erwachsene hier nicht auf ihre Kosten kommen. Ich habe jede Sekunde sehr genossen.

Die Tour ist noch bis 11. März 2018 in Dortmund, Frankfurt und Berlin zu sehen. Ab Oktober 2018 begeistert dann die neue „Disney on Ice“-Tour „Das zauberhafte Eisfestival“ mit Szenen aus „Die Eiskönigin“, „Arielle die Meerjungfrau“, „Die Schöne und das Biest“ und „Rapunzel“ die Besucher. Alle Tourdaten und Tickets findet ihr auf Disneyonice.de.

Eure Meinung ist gefragt: Seid ihr schon mal bei „Disney on Ice“ gewesen oder plant ihr einen Besuch bei den zwei Tourproduktionen in Deutschland? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Bilder: Disney / Feld Entertainment

Ein Gedanke zu „Bericht: Die „Disney on Ice“-Tournee „Fantastische Abenteuer“

  1. Ich war im März bei Disney on Ice – 100 Jahre und war auch super begeistert, denn es gab in der Mitte so ein Teil in dem jede Prinzessin ihren Part bekommen hat. Eigentlich dachte ich erst wieder zu „Das zauberhafte Eisfestival“ zu gehen weil Rapunzel meine Lieblingsprinzessin bist, aber „Fantastische Abenteuer“ ist direkt vor meiner Haustür & wenn du so begeistert bist, mal schauen 😃

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