Bericht | „Ratatouille – The Adventure“ – Die neue Attraktion im Disneyland Paris

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Der Entertainmentkonzern Walt Disney Company steht nicht nur für Animationsfilme, Merchandising oder Familienunterhaltung – er gehört auch weltweit zu den führenden Unternehmen im Bereich der Themenparks. Im europäischen Resort Disneyland Paris eröffnet nun am 10. Juli 2014 der neueste Streich: „Ratatouille – The Adventure“ (oder auch im französischen „Ratatouille – L’Aventure Totalement Toquée de Rémy“), basierend auf dem gleichnamigen erfolgreichen Pixar-Film über eine Ratte mit einer Leidenschaft zum Kochen. Über fünf Jahre Planung steckt hinter der neuen Erlebnisfahrt, die im „Walt Disney Studios Park“ vor allem Familien ansprechen soll. Gemeinsam mit Klaudia vom Blog „Timeless Disney“ durfte ich im Rahmen der exklusiven Shareholder Preview für Aktionäre des Disneyland Paris die Attraktion noch vor der offiziellen Eröffnung erleben.

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Die neue Attraktion ist im neuen Themenbereich „La Place de Rémy“ beheimatet: Die Architektur und der Stil errinert sehr an bekannte Pariser Gebäude am Place des Vosges, Boulevard Haussmann oder auch Place Dauphine. Ein kleines Paris bei Paris – passt das überhaupt? Glücklicherweise hat hier Disney nicht auf 1:1-Kopien gesetzt, sondern den einzelnen Häusern immer noch den „Ratatouille“-Look übergestülpt. Die Atmosphäre im neuen Mini-Themenbereich ist zu dem immens. Das liegt vor allem daran, an der gemütlichen Umwelt: Bäume, Straßenlaternen im Pariser Stil und ein Ratatouille-Brunnen mit schönen Fresken rund um Rémy und seine Freunde lassen einen alles um sich herum vollends vergessen. Freunde des Films „Ratatouille“ werden hier auch auf wundervolle Details stoßen, wie z. B. Linguinis Fahrrad, Collettes Motorrad oder auch Küchenchef Skinners Moped.

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Neben der Attraktion „Ratatouille – The Adventure“ befindet sich auch ein neues Restaurant „Bistrot Chez Remy“. Aufgrund der etwas happigen Preise haben wir das Essen leider nicht getestet – vielleicht wird das der Fall sein, sobald hier vielleicht auch andere Essensoptionen angeboten werden. Der ebenfalls dazugehörige Shop „Chez Marianne“ wird aufgrund einer Last-Minute-Entscheidung leider erst im Winter 2014 eröffnen. Wer sich aber mit passendem Rattenmerchandise rund um Rémy und seinem Bruder Emile eindecken möchte, kann dies bereits schon in anderen Stores der Parks tun.

+++ Spoilergefahr: Wer die Attraktion ohne Vorwissen genießen möchte, sollte jetzt aufhören zu lesen +++

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Bereits vom Weg durch die Warteschlange bis zum Einstieg in das sogenannte „Ratmobile“, durch das die Besucher reisen, wird man auf die Größe einer Ratte geschrumpft. Im Gebäude selbst befindet man sich über den Dächern von Paris bei Nacht – natürlich „Ratatouille“-stilecht mit dem Gusteau-Schild, das zu den wartenden Menschen sowohl auf französisch als auf englisch spricht. Zweisprachigkeit wird zum Glück im Disneyland Paris mittlerweile groß geschrieben. Man sieht den Sternenhimmel, aus den Fenstern hört man eine französische Ziehharmonika, zu der eine weitere weibliche Nachbarin den Titelsong des Films „Le Festin“ singt. All das ist bereits eine so dichte Atmosphäre, dass man schon große Vorfreude auf das hat, was nur wenige Minuten später folgt.

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Ausgestattet mit einer 3D-Brille, die der Besucher in der Warteschlange erhält, steigt man mit fünf weiteren Personen in das „Ratmobile“ ein. Die Besonderheit: Im Gegensatz zu anderen Themenfahrt bewegt sich der Wagen nicht auf Schienen, sondern komplett frei im Raum. Die Wagen selbst werden durch WiFi-Signale, die im Boden verbaut sind, gesteuert. All das ermöglicht ein komplett freies Fahrerlebnis, bei dem man nicht weiß, in welche Richtung sich das „Ratmobile“ als nächstes bewegt. Vielleicht mögen die Bewegungen für die Thrillenthusiasten nicht intensiv genug sein. Unter dem Gesichtspunkt „Ratatouille = Attraktion für die ganze Familie“ ist das aber auch völlig zweitrangig. „Ratatouille – The Adventure“ ist zudem eine kleine Premiere für Disney: Erstmalig entwickelte man eine Indoor-Themenfahrt, die zum Großteil auf 3D-Screen-Technologie setzt.Auf übergroßen Leinwänden spielt sich die Küchenjagd dreidimensional ab. Der Clou: Die Screens können sich z. T. sogar auf einzigartige Weise neigen, um dem Fahrgast eine bestmögliche Perspektive auf das 3D-Erlebnis zu bieten.

Je nach dem in welchem „Ratmobile“ man sitzt, erlebt man Effekte, die man vielleicht bei einer anderen vorherigen Fahrt nicht erlebt hatte. Herauskommt ein perfektes Spiel mit den Sinnen der Besucher: Gerüchte wie Orangenduft kommen einen beim Betreten der Speisekammer entgegen, Augen von verstecken Ratten blinzeln einem entgegen. Wenn Küchenhilfe Linguini mit seinem Wischmop das „Ratmobile“ wegjagt, um uns zu „retten“, bekommt man Wasserspritzer ab. Bei der Fahrt unter einem Ofen spürt man die Wärme des Küchengeräts. All das ist nur eine kleine Auswahl an Effekten, die einen in „Ratatouille – The Ride“ erwartet – und auch begeistert. Neben der neuen Technologie und Effekten ist die Detailtreue zum Pixar-Film perfekt: Die Filmszenen wurden dafür von den Pixar Animation Studios exklusiv für die Attraktion produziert, Regisseur Brad Bird war an der Entstehung der Attraktion beteiligt. Auch Komponist Michael Giacchino war mit am Board des Teams und trägt dazu bei, dass die Fahrt musikalisch den Ton des Animationsfilms perfekt trifft.

Es ist dem Disneyland Paris mit „Ratatouille – The Adventure“ eine multisensuale Attraktion gelungen, die den Pixarfilm nicht nur mit allen Sinnen erlebbar macht, sondern auch im europäischen Raum tatsächlich ihresgleichen sucht. Die vielen liebevollen Details und unterschiedlichen Erlebnisse tragen dazu bei, dass man es immer und immer wieder erleben möchte – und für die sich der alleinige Besuch des Disney Resorts in Paris bereits lohnt. Ich werde sicherlich bald noch einmal nach Paris reisen, um die Küchenjagd mit Rémy nochmals zu erleben. Oder um es mit Gourmetkritiker Anton Egos Worten zu sagen: „In Bälde besuche ich das Gusteau erneut – mit Hunger auf mehr.“

Mehr Informationen zu „Ratatouille – The Adventure“ gibt es unter DisneylandParis.fr.

4 Gedanken zu „Bericht | „Ratatouille – The Adventure“ – Die neue Attraktion im Disneyland Paris

  1. […] Die Fahrzeuge sind im Vergleich zu anderen aufregenden Film-Themenfahrten bewegungsarm, jedoch wird dadurch die Fahrt zugänglich für jedermann. Und der wundervoll, neu aufgenommene Soundtrack von Michael Giacchino verleiht der Attraktion zu Ratatouille eine Atmosphäre, die dem gleichnamigen Pixar-Film in nichts nachsteht. Falls ihr mehr über “Ratatouille: The Adventure” im Disneyland Paris erfahren möchtet, empfehle ich euch meinen Bericht zur Attraktion von der Shareholder-Preview. […]

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