Disney-Pixars „Alles steht Kopf“: Das sind die deutschen Synchronsprecher

Alles steht Kopf - Disney-Pixar Animationsfilm

Disney Deutschland hat die deutschen Synchronstimmen von Disney-Pixars kommendem Animationsfilm „Alles steht Kopf“ bekanntgegeben – nun ja, zumindest zum Teil.

In den Rollen von Wut und Angst werden Schauspieler Hans-Joachim Heist und Comedian Olaf Schubert zu sehen sein. Als ich das erste Mal den Trailer gesehen habe, musste ich tatsächlich an Heist und seine seine regelmäßigen Wutausbrüche als „Gernot Hassknecht“ in der heute-show denken. Äußerst gelungenes Casting, wie ich finde.

Bettina Zimmermann und Kai Wiesinger verkörpern Mutter und Vater von Riley. Die Nebenrollen der Wächter wurden mit den „Tatort“-Kommissaren Klaus-J. Behrendt und Dietmar Bär in der deutschen Synchronfassung recht themengerecht besetzt. Interessant ist das Casting der „Ostwind“-Regisseurin Katja von Garnier als Regisseurin der Traum Studios – wobei ich hier unsicher bin, ob mal wieder zu sehr auf den Background der Sprecher geachtet wurde.

Aber leider geht es bei Disney Deutschland nicht ohne „Stunt Casting“: Matthias Roll und Philipp Laude von der Comedy-YouTube-Truppe Y-Titty dürfen die Albtraumcharaktere von Riley – die Ratte und der Traummann – vertonen. Natürlich will man durch die Besetzung von YouTube auch vor allem die junge Teen-Zielgruppe ansprechen – aber ob man sich damit wirklich hinsichtlich der Qualität einen Gefallen tut, wird man im Oktober sehen. Es hat ja tatsächlich auch schon so manche positive Überraschung gegeben…

Apropos Oktober: Ihr habt richtig gelesen. „Alles steht Kopf“ läuft in deutschen Kinos erst am 01. Oktober an. Während gefühlt 80 Prozent der Länder weltweit bereits im Juni und Juli in den Genuss von „Alles steht Kopf“ kommen dürfen, ist Deutschland zusammen mit Österreich absolutes Schlusslicht hinsichtlich der Veröffentlichungsdaten. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch unverständlich – die „Minions“ machen es vor, dass Animationsfilme auch durchaus in der heißen Sommerzeit ein Erfolg werden können.

Und aufmerksame Leser und Disneyfans haben sicherlich gemerkt, dass bei der Veröffentlichung der deutschen Synchronsprecher noch ein paar wichtige Rollen fehlen: Freude, Ekel und Kummer – und natürlich Rileys imaginärer Freund Bing-Bong.

Update: Freude, Ekel und Kummer wurden mit erfahrenen Synchronsprecherinnen wie Nana Spier (Freude, Stimme von Sarah Michelle Gellar und Drew Barrymore), Philine Peters-Arnolds (Kummer, Stimme von Joan Cusack) und Tanya Kahana (Ekel, Synchronstimme von Hayden Panettiere) besetzt. Bing Bong wird in der deutschen Fassung von Michael Pan – bekannt als Synchronstimme von James McGill aus den Kultserien „Breaking Bad“ und Better Call Saul“ – gesprochen.

Aktuell fehlt mir leider zum Teil noch die Qualität in der deutschen Cast zu „Alles steht Kopf“. Blickt man in die Nachbarländer, sieht man, dass das durchaus auch anders geht: In Frankreich verleihen den Emotionen u. a. renommierte Schauspieler wie Mélanie Laurent („Keine Sorge, mir geht’s gut“, „Inglorious Basterds“) und Charlotte Le Bon („The Walk“, „Madame Mallory und der Duft von Curry“) ihre Stimme. Solch eine hochkarätige Besetzung würde man sich natürlich auch für Deutschland sehr wünschen.

ALLES STEHT KOPF (INSIDE OUT)
Ab 1. Oktober 2015 in deutschen Kinos

8 Gedanken zu „Disney-Pixars „Alles steht Kopf“: Das sind die deutschen Synchronsprecher

    1. Kleiner Nachtrag, weil ich den Beitrag vor lauter Freude nicht richtig durchgelesen habe: Ich bin sehr happy mit diesem Cast. Ich möchte lieber unbekannte Sprecher mit starken Stimmen als Stars ohne Können haben. Bei Disney war bisher immer letzteres der entscheidende Faktor. Und wird wohl auch diesmal bleiben, da kommen sicher noch einige grosse Namen… leider.

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  1. Ich denke es ist nicht erheblich, wie renommiert der Schauspieler ist, sondern wie gut seine Leistung als Synchronsprecher ist. Ein guter Schauspieler im Film ist NICHT automatisch auch immer ein guter Synchronsprecher. Und es ist blind, sich von der rein optischen Ähnlichkeit täuschen zu lassen oder nur nach Marketing zu gehen. Hassknecht ist bisher der einzige von dem ich überzeugt bin, der Rest bleibt abzuwarten.

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    1. Der Meinung bin ich auch, Samira. Bei der neuesten Pixar-Produktion verhält es sich nur so, dass sowohl in der Originalfassung als auch in anderen Sprachfassungen wie beispielsweise Frankreich eine komplett prominente Besetzung gewählt wurde, bei der übrigens nicht nur nach Bekanntheit, sondern auch nach Können gegangen wurde, wenn man da an Amy Poehler oder Bill Hader denkt. Ich selbst bin ein großer Verfechter von Stunt-Casting, wie man in vielen Artikeln auf meinem Blog lesen kann – und gerade Disney hat sich da öfters vertan. Aber warum nicht, wenn die Prominenz wirklich eine gute Leistung abliefert? Im Falle von „Alles Steht Kopf“ kann ich dich beruhigen: Die deutsche Synchronfassung gehört sicherlich zu den besten der letzten Jahre – mehr dazu gibt es in den nächsten Tagen in meiner Kritik 😉

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